Dore Jacobs (1894-1979)

"Bewegungsbildung ist Menschenbildung."

 

"Es geht also in der Bewegungsbildung um Veränderung des Menschen, nicht nur des Körpers und seiner Funktionen. … Bildung ist ein anspruchsvolles Wort. Schulung ist nicht Bildung. Geschult ist, wer etwas gelernt hat - gebildet, wer damit zugleich etwas geworden ist. … Soweit das gelingt, findet der Mensch einen neuen Zugang zu sich und seinem Leben im Ganzen. Sich bewegen lernen, heißt leben lernen.“

 

Dore Jacobs war eine Pionierin auf dem Gebiet der Bewegungsforschung.

Ihre Arbeit wurzelt im Ruhrgebiet der Zwanziger Jahre – im Aufbruch gegen die Entfremdung und Funktionalisierung der Leiblichkeit des Menschen.

Sie erkannte, dass die Errungenschaften der Wissenschaft und Technik ihre Kehrseiten nicht nur in ihrer Wirkung auf unsere Aussenwelt zeigen, sondern auch direkt auf uns Menschen, auf unsere Leiblichkeit und Anwesenheit im Hier und Heute.

 

"Bewegung ist die Sprache des Menschen. "

 

Dore Jacobs lehnte jede starre Vermittlung von reiner Technik ab. Sie orientierte sich am spielerischen Entdecken des Kleinkinds. Mit einfachsten Mitteln, z.B. Berührung, Gewicht, Lagewahrnehmung, Atembeobachtung bildete sie beim Menschen Möglichkeiten zur Selbstregulation und achtsamen Verantwortung mit Sich-Selbst im Alltag.

 

"Reines Spiel ist Sammlung, in-Sich ruhen, Sich-erfüllen. Es gibt nichts Ernsteres als das echte kindliche Spiel.“

 

"Nicht Bewegungen lernen, sondern Sich bewegen lernen."

 

Dore Jacobs ging es nie allein um die „natürliche“ Bewegung, sondern sie strebte immer eine Rückverbindung mit den "geistigen Lebensquellen" an - dem "Urgrund allen Seins" - wie sie sagte.

 

 

 

 

 

 

"...erst dann ist der ganze Mensch in Bewegung."

 

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